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TGV

Das shapeways Modell eines TGV besteht aus 6 Teilen. Es stellt den TGV Reseau dar. Zum Umbau auf die Form des TGV Sudest baue ich den Buckel des Motorwagens und den verkürzten Buckel des 1. Mittelwagens entsprechend um.

Dazu passt das Antriebsfahrgestell des japanischen Modells ZJ 485.

Die Drehgestelle und die Bodenplatten der Wagen stammen aus den Schweizer Reisezugwagen 8745/8746 oder den S-Bahnzugwagen 87970 (davon gibt es viele Varianten).

1.

Reinigung

Das shapeways Rohmaterial enthält Wachs. Eine schonende Reinigung ist mit einem warmen Handwaschmittelbad möglich. Dabei reinige ich beim 2.Durchgang die Außenschicht im Seifenwasser mit einer Handbürste. Nach Trocknung wische ich mit einem in Isopropanol getränkten Tuch noch einmal nach. Bleibt Wachs zurück , dann löst sich die Grundierung beim Entfernen des Maskierungsbands später ab.

2.

Grundierung

Für die Grundierung benutze ich Oesling Primer ,weiß 810590 .Für den TGV benutze ich die Farben grauweiß (RAL 9002), Betongrau (RAL 7023) und Verkehrsorange (RAL 2009) von Oesling.

Nach der ersten Grundierung kommen die brettartigen "shapeways-Strukturen" zum Vorschein. Dies glätte ich soweit möglich mit 1000er Schleifpapier und grundiere noch einmal mit airbrush .

3.

Triebkopf

 

Das Fahrgestell des Antriebs von ZJ 485  ist 11 mm breit ,die Öffnung des shapeways Modells nur 9 mm. Die seitlich überstehenden Teile vorsichtig abfräsen. Beim Einsetzen ist Vorsicht geboten - es besteht Bruchgefahr.

- am Kopf wird ca 3 mm von der Abdeckung des Fahrgestells weggeschnitten

- das Gewicht muss angepasst werden

- die Fahrzeughöhe wird mit  PS Streifen gestützt

- an den vorderen Fahrgestellaussparungen 1 mm entfernen

- die hinteren unteren Seitenverkleidungen des shapeways Modell brechen leicht ab

- ich wähle für die Kupplung die Öse des ZJ Modells (hier lässt sich auch ein Haken einklinken)

Gehäuse

- an den Fahrgestellaussparungen noch ca 1 mm ausschneiden

- Buckel am Dach ausfräsen und mit Spachtel formen

- Vorsicht vor Abbruch hinten unten

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4.

Erster Mittelwagen

 

 

Die Seiten- und Kopfteile der Personenwagen werden abgefräst. Die Bodenfläche mit den Drehgestellen darf höchstens 10 mm breit sein , 9,5 wäre besser. An beiden Drehgestellen werden die Kupplungen abgetrennt.

Der Abstand der Drehgestellmittelpunkte ist 8,5 cm. Die Schweizer Wagen sind etwas zu lang , die S-Bahn Wagen zu kurz. Durch Auftrennen und Aufkleben von 1mm Polystyrolstreifen kann man das ausgleichen.

Vor dem vorderen Drehgestell wird ein selbst gebauter Kupplungshaken ( Zwei 1mm Schrauben und ein kurzes Messingblech) zur Verbindung mit dem Triebkopf angebracht.

Das hintere Drehgestell wird mit einem 1mm Bohrer mittig durch den Zapfen durchbohrt. Eine 11 mm lange Messingschraube wird von unten durchgedreht und mit Sekundenkleber unten fixiert.

Der Buckel wird verkürzt und mit Spachtel angepasst.

Die Fahrzeughöhe und die seitliche Stabilisierung wird mit 2 Spanten aus PS eingestellt.

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5.

Zweiter

Mittelwagen

Das tragende Teil besteht aus einem Messingstück 8mm breit und 2mm dick. Der Abstand der Drehgestellmittelpunkte ist 8,5 cm. Das reicht für den Märklin Radius 195 mm. Für den Industrieradius müsste man 8,6 oder 8,7 cm wählen.Dann sieht aber der Übergang zwischen den Wagen hässlich aus. Die Enden werden auf 3 - 3,5 mm verjüngt, so dass der Übergang freies Spiel hat.

Beim mittleren Drehgestell wird eine 1 mm Scheibe unter die tragenden Teile gesetzt. Hier fehlt der Aufsatz des Fahrgestells der verarbeiteten Personenwagen.

Die Übergänge bestehen aus einem 10 mm Messingrohr, das mit einem runden PS Stück gefüllt wird. Das wird von oben mit Epoxikleber verbunden. Der Deckel wird mit Spachtelmasse angepasst. Möglichst zentrisch wird ein 1mm Loch von unten gebohrt.

In das Gehäuse werden 2 Spanten eingepasst - ähnlich wie beim 1.Mittelwagen. Die Spanten haben unten 8mm Öffnung und liegen lose auf. So besteht in den Kurven eine gewisse Flexibilität und außerdem lässt sich der lange Zug besser auseinandernehmen.

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Die Drehgestelle im Detail

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