Ein Sonntag in L'Isle sur la Sorgue

Die Anlage, eingebettet in die typischen provencalischen Landschaftsformen des Kalkgebirges und großer Lavendelfelder, stellt die südfranzösische Stadt L'Isle sur la Sorgue dar. Der östlich von Avignon gelegene Ort wird von der Sorgue durchzogen - einem kleinen Fluss, der ganzjährig Wasser aus dem Plateau de Vaucluse führt. Mit seinen Märkten und Mühlrädern wurde der idyllische Ortskern den Erfordernissen einer mobilen Modellbahnanlage angepasst ohne seinen besonderen Charme zu verlieren.

Vieles dreht sich um Mühlräder

Das Wasser der Sorgue war die treibende Kraft für das Handwerk und die Industrie der Insel. Die Stadt hatt bis zu 70 Räder auf ihren Kanälen installiert. Ab dem 12.Jahrhundert wurde Weizen gemahlen, dann folgte die Tuchindustrie später Papiermühlen und dann Seidenspinnerei. Außerdem wurden die Räder für die Wasserversorgung und Wassergärten eingesetzt. Heute stehen noch 15 Räder auf der Insel.

Die Spezialität der Stadt: Antiquitäten

In den 1960er Jahren spezialisierte sich L'Isle sur la Sorgue auf den Flohmarkt und Antiquitäten. Die Stadt ist inzwischen nach London und Paris das dritte europäische Zentrum. Viele Secondhand- und Antiquitätenhändler ließen sich in der Stadt nieder. Zu den Antiquitätenmessen verzeichnet die Stadt die größten Besucherzahlen (120.000) und eine große Zahl professioneller Händler (200 bis 220 High-End-Aussteller).

Jeden Sonntag Wochenmarkt

Der Wochenmarkt findet das ganze Jahr über am Sonntagmorgen von 8 bis 13 Uhr statt- im Stadtzentrum, an den Kais der Stadt und auf dem provenzalischen Markt. Es gibt vor allem Obst und Gemüse zu kaufen, lokale Produkte, Handwerk und Textilien. Bekannt als einer der schönsten Märkte der Provence, ist er auch einer der lebendigsten.

Der Bau der Anlage

Im April 2016 begann ich die Konstruktion im Massstab 1:220. Zuerst habe ich das zentrale Segment gebaut, um zu prüfen, ob es überhaupt möglich ist, die besondere Atmosphäre der Stadt wiederzugeben.Da es keine Modeelle der provenzalischen Häuser zu kaufen gab, habe ich die ersten 20 Häuser nach Fotos aus Karton selbst gebaut.Im Januar 2017 kam dann eine größere Lieferung marktspezifischer Figuren von Trafofuchs, die der Anlage mehr "Leben" und provenzalische >Atmosphäre einhauchte.Insgesamt 38 Häuser entstanden als Eigenbauten, 28 Häuser als Kitbashing 2 Modelle von RATIMO.

Der Bahnbetrieb

Der Betrieb erfolgt auf einer 2-gleisigen Hauptstrecke, die im Bahnhof 4-gleisig angelegt ist, um den Fahrbetrieb mit Überholungen lebendig zu gestaalten. Für Abwechslung sorgt ein 12gleisiger Schattenbahnhof mit 6 Gleisen je Fahrtrichtung.Die Digitalanlage ist installiert für das Rautenhaus RMX System. Der Bahnbetrieb wird mit traincontroller gesteuert, der Fahrdienstleiter kann alle Züge auch per Hand steuern.

Das rollende Material

Die Lokmodellle des Marktführers Märklin stammen überwiegend aus der Epoche III. Weitere Loks sind Eigenbauten auf Märklin-Fahrgestellen mit Atlas Modellen und shapeways Formen..

Der TGV ist eine shapeways Form mit einem Antrieb auf einem ZJ Fahrgestell und Umbauten von weitern Märklin Fahrgestellen. Auf youtube kann man Testfahrten anschauen: www.youtube.com/watch?v=CZGQ__Agt260 .

Bei den Umbauten, die einen erheblichen Aufwand erforderten, waren die Kontakte zum Kleinserienhersteller Bahls hilfreich.

Als Anhänger kommen einige Güterwagen- und Personenwagenpackungen von Märklin zum Einsatz. Daneben gibt es viele Umbauten von Atlas und shapeways Modellen.